Wie wir messen: die Methode, veröffentlicht vor den Zahlen
Wir veröffentlichen die Methode vor den Zahlen. So können Sie prüfen, wie ein Ergebnis entstanden ist, bevor es erscheint, und uns daran messen.
Was wir messen
Messen werden wir im normalen Praxisbetrieb, nicht an Testfällen. meda schreibt die Dokumentation aus dem Gespräch mit, die Ärztin oder der Arzt korrigiert sie, und meda schlägt die Ziffern vor, die diese Dokumentation stützt. Für die Messung wird jeder Vorschlag mit der Entscheidung erfasst, die darauf folgt, zusammen mit dem Satz der Dokumentation, auf den er sich stützt.
Gemessen wird also nicht, was meda theoretisch finden könnte, sondern was in der Praxis passiert: welche Vorschläge kommen, welche die Ärztin oder der Arzt freigibt und welche nicht.
Die Begriffe, mit denen wir rechnen
| Begriff | Was er bedeutet |
|---|---|
| Vorschlag | Eine Ziffer, die meda aus der Dokumentation eines Kontakts ableitet, mit dem Satz, der sie belegt. |
| Freigabe | Die Ärztin oder der Arzt bestätigt den Vorschlag. Erst dann geht er in die Abrechnung. |
| Ablehnung | Die Ärztin oder der Arzt löscht den Vorschlag. Er zählt gegen uns. |
| Freigabequote | Freigaben geteilt durch alle Vorschläge im selben Zeitraum. |
| Freigegebene Vorschläge | Die Zahl der Vorschläge, die die Ärztin oder der Arzt freigegeben hat. Sie zeigt nicht, was ohne meda gefehlt hätte. |
Eine Freigabequote ist keine Vollständigkeitsquote. Sie sagt, wie oft Ärztinnen und Ärzte unsere Vorschläge freigeben, nicht, wie viel Honorar einer Praxis insgesamt fehlt. Deshalb nennen wir sie auch nicht so.
Was zählt und was nicht
- Als freigegebener Vorschlag zählt nur eine Ziffer, die die Dokumentation stützt und die Ärztin oder der Arzt freigegeben hat.
- Abgelehnte Vorschläge stehen im Ergebnis, nicht in einer Fußnote.
- Keine Hochrechnung auf ein Jahr, keine ausgewählten Bestfälle, keine Euro-Summen aus Annahmen.
- Keine Zahl, bevor die Messung abgeschlossen ist.
Warum die Ablehnung am meisten zählt
Ein Vorschlag, den die Ärztin oder der Arzt ablehnt, wird der wichtigste Datenpunkt sein, den wir sammeln. Er zeigt, wo ein Vorschlag falsch lag. Genau hier entscheidet die Ärztin oder der Arzt, ob die Dokumentation die Ziffer stützt. Weil jede Ziffer erst nach der Freigabe in die Abrechnung geht, ist das gemessene Ergebnis nur das, was Ärztinnen und Ärzte als korrekt entschieden haben. Nichts geht in Ihr PVS, was Sie nicht freigegeben haben.
Warum das für die Prüfung der KV zählt
Die Kassenärztliche Vereinigung prüft die Abrechnungen der Ärztinnen und Ärzte auf Plausibilität, vor allem den Umfang der je Tag abgerechneten Leistungen im Verhältnis zum Zeitaufwand der Ärztin oder des Arztes.1 Dafür ist vielen EBM-Leistungen eine Prüfzeit zugeordnet. Liegt die aus den Prüfzeiten ermittelte Zeit bei vollem Versorgungsauftrag im Tageszeitprofil an mindestens drei Tagen im Quartal über zwölf Stunden oder im Quartalszeitprofil über 780 Stunden, folgen weitere Prüfungen.2
Wer vollständig abrechnet, was dokumentiert ist, erhöht bei Leistungen mit Prüfzeit auch das Zeitprofil. Jede freigegebene Ziffer bleibt in meda mit der Dokumentation verknüpft, aus der sie stammt.
Was veröffentlicht wird
Die Methode und die Freigabequoten. Wenn die Ergebnisse erscheinen, erscheinen sie vollständig, auch dort, wo sie gegen uns sprechen. Bis dahin ist diese Seite das Versprechen, an dem Sie uns messen können.
- Sozialgesetzbuch V, § 106d Abrechnungsprüfung in der vertragsärztlichen Versorgung, Abs. 2. gesetze-im-internet.de
- KBV und GKV-Spitzenverband: Richtlinien zum Inhalt und zur Durchführung der Prüfungen gemäß § 106d Abs. 6 SGB V (Abrechnungsprüfungs-Richtlinien), § 8 Abs. 1 und 4, Stand 20.05.2020 (PDF). kbv.de
Maßgeblich ist der amtliche Text. Keine Rechtsberatung. Alle Links aufgerufen am 19.10.2026.
Fragen, die Ärztinnen und Ärzte wirklich stellen
Wann erscheinen die Ergebnisse?
Nach der Messung. Ein Datum nennen wir bewusst nicht: Die Methode ist schon öffentlich, die Zahlen erscheinen, wenn die Messung abgeschlossen ist.
Warum nennen Sie keine Euro-Summe?
Weil jede Euro-Summe vor dem Ende der Messung eine Hochrechnung wäre. Was eine Praxis zusätzlich abrechnet, hängt von Fachrichtung, Leistungsmix und Dokumentation ab.
Zählt eine Ablehnung wirklich gegen meda?
Ja. Jeder Vorschlag geht in die Freigabequote ein, auch der abgelehnte. Ein Ergebnis, das nur die Treffer zeigt, würde nichts über die Methode sagen.
